Modules SFP et QSFP avec connecteurs fibre optique LC à côté d'un switch réseau

Sobald ein Netzwerk einige Meter überschreitet oder die Datenrate steigt, ist Glasfaser unverzichtbar – und damit auch die bekannten SFP-Module. SFP, SFP+, SFP28, QSFP… diese kleinen Sender-Empfänger (oder Transceiver), die in die Ports Ihrer Switches gesteckt werden, verwirren oft durch ihre Vielzahl an Varianten. Dieser Leitfaden klärt die Unterschiede bei den Datenraten, die Wahl zwischen Glasfaser und Kupfer, die Frage der Markenkompatibilität und wie man das richtige Modul auswählt – neu oder getestete Gebrauchtware.

Was ist ein SFP-Modul (Transceiver)?

Ein SFP-Modul (Small Form-factor Pluggable) ist ein abnehmbarer Sender-Empfänger, der in den SFP-Port eines Netzwerk-Switches, Routers oder Servers eingesteckt wird. Es wandelt das interne elektrische Signal in ein optisches Signal (Glasfaser) oder elektrisches Signal (Kupfer) für die Übertragung über das Kabel um. Sein großer Vorteil: Es ist hot-swap (während des Betriebs austauschbar) und modular – man wählt die Art der Verbindung (Entfernung, Datenrate, Medium), ohne die Hardware zu wechseln.

SFP, SFP+, SFP28, QSFP, QSFP28: Welche Unterschiede bei der Datenrate?

Der Hauptunterschied zwischen diesen Formaten ist die unterstützte Datenrate:

  • SFP: bis zu 1 Gbit/s (Gigabit Ethernet). Der historische Standard für 1G-Glasfaserverbindungen.
  • SFP+: 10 Gbit/s. Heute am weitesten verbreitet für Uplinks und 10G-Glasfaser.
  • SFP28: 25 Gbit/s. Für moderne Hochgeschwindigkeitsinfrastrukturen.
  • QSFP+: 40 Gbit/s (4 Kanäle à 10G).
  • QSFP28: 100 Gbit/s (4 Kanäle à 25G). Vor allem für Kernnetzwerke und Rechenzentren.

Die Formate SFP und SFP+ haben dieselbe physische Größe: Ein SFP+-Port akzeptiert in der Regel ein 1G-SFP-Modul, umgekehrt gilt das nicht. QSFP-Module sind breiter und für sehr hohe Datenraten ausgelegt.

Glasfaser oder Kupfer? Optisch, DAC und RJ45

Singlemode- oder Multimode-Glasfaser

Multimode-Glasfaser (OM3/OM4, Transceiver bei 850 nm) deckt kurze Distanzen ab – typischerweise bis 300–400 m – kostengünstig und ideal für den Innenbereich. Singlemode-Glasfaser (OS2, 1310/1550 nm) überbrückt mehrere Kilometer, um Gebäude oder Standorte zu verbinden. Das Modul muss zum installierten Fasertyp passen.

Das DAC-Kabel (Direct Attach Copper)

Um zwei nahe beieinander stehende Geräte (einige Meter, im Rack) zu verbinden, integriert das DAC-Kabel die SFP+-Stecker direkt an beiden Enden: günstiger und weniger aufwendig als zwei optische Module plus Glasfaser.

Das SFP-Kupfermodul (RJ45)

Ein SFP-RJ45-Modul ermöglicht den Anschluss eines klassischen Kupfer-Ethernet-Kabels an einen SFP-Port – praktisch, um Glasfaser und Kupfer an einem Switch zu mischen.

Technische Merkmale eines SFP-Moduls lesen

Vor dem Kauf prüfen Sie diese Punkte im Datenblatt:

  • Datenrate: 1G, 10G, 25G, 40G, 100G – sie muss vom Switch-Port unterstützt werden.
  • Medium: Singlemode, Multimode, DAC oder Kupfer.
  • Wellenlänge: 850 nm (Multimode), 1310/1550 nm (Singlemode).
  • Maximale Reichweite: von 100 m bis mehrere zehn Kilometer, je nach Modul.
  • Stecker: meist LC Duplex (manchmal BiDi auf einer einzigen Faser).
  • DOM/DDM: Digitale Überwachung (optische Leistung, Temperatur) erleichtert die Diagnose.

Kompatibilität und Hersteller-Codierung: die Stolperfalle

Das ist der häufigste Fehler. Viele Hersteller (Cisco, HPE/Aruba…) „codieren“ ihre Module: Ein Switch kann einen nicht erkannten Transceiver ablehnen. Konkret muss ein Modul für die Marke und oft das Modell des Switches codiert sein, in den es eingesetzt wird. Vor dem Kauf identifizieren Sie die genaue Referenz Ihres Geräts und prüfen die angegebene Kompatibilität des Moduls. Im Zweifelsfall fragen Sie uns: Wir prüfen die Kompatibilität vor dem Versand.

Wie wählt man sein SFP-Modul aus: Checkliste

  • Welche Datenrate? (passend zum Switch-Port: SFP+ für 10G usw.)
  • Welche Entfernung soll überbrückt werden? (Multimode für kurze, Singlemode für lange Distanzen)
  • Ist Glasfaser bereits verlegt oder muss sie noch gezogen werden? (Das Modul richtet sich nach dem Fasertyp)
  • Welche Marke/Modell des Switches? (Hersteller-Codierung)
  • Kurze Verbindung im Rack? → Denken Sie eher an DAC statt zwei optische Module.

Für kompatible aktive Hardware sehen Sie unsere Cisco-Switches und HP/HPE/Aruba-Switches. Wenn Sie sich beim Switch selbst noch unsicher sind, lesen Sie unseren Leitfaden verwalteter oder nicht verwalteter Switch – wie wählen?.

Gebrauchte SFP-Module: Sparen ohne Risiko

Professionelle neue Transceiver sind teuer, besonders mit Hersteller-Codierung. Bei getesteter Gebrauchtware sind die Einsparungen erheblich, da diese Komponenten kaum verschleißen. Jedes von uns angebotene Modul wird geprüft und garantiert. Entdecken Sie unsere Auswahl an gebrauchten SFP-, SFP+- und Transceiver-Modulen und für den allgemeinen Kontext von Gebrauchtkäufen unseren Leitfaden für gebrauchte IT-Hardware.

FAQ: SFP-Module

Was ist der Unterschied zwischen SFP und SFP+?

SFP unterstützt bis zu 1 Gbit/s, SFP+ bis zu 10 Gbit/s. Sie haben dieselbe Größe: Ein SFP+-Port akzeptiert oft ein 1G-SFP-Modul, ein 1G-SFP-Port jedoch kein 10G-Modul.

Funktioniert ein Cisco-SFP-Modul an einem HPE-Switch?

Nicht immer: Viele Switches akzeptieren nur Module, die für ihre Marke codiert sind. Es wird ein Transceiver benötigt, der für den Hersteller (und oft das Modell) des Switches codiert ist. Prüfen Sie die Kompatibilität vor dem Kauf.

Singlemode- oder Multimode-Glasfaser: Welche wählen?

Multimode (850 nm) für kurze, kostengünstige Distanzen im Innenbereich; Singlemode (1310/1550 nm) für Verbindungen über mehrere Kilometer zwischen Standorten. Das Modul muss zum verlegten Fasertyp passen.

Wozu dient ein QSFP-Modul?

QSFP+ (40G) und QSFP28 (100G) werden für sehr schnelle Verbindungen verwendet, typischerweise zwischen Core-Switches oder in Rechenzentren.

Zusammenfassung

Die Wahl eines SFP-Moduls basiert auf vier Parametern: Datenrate (SFP/SFP+/SFP28/QSFP), Medium (Multimode, Singlemode, DAC oder Kupfer), Entfernung und Kompatibilität mit der Switch-Marke. Sind diese Punkte geprüft, ist die Installation dank Hot-Swap sofort möglich. Und für das Budget bleibt getestete Gebrauchtware das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

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