Cat5e, Cat6, geschirmt oder ungeschirmt, welche Länge? Das richtige Netzwerkkabel auszuwählen ist nicht kompliziert, sobald man die wichtigsten Kriterien kennt. Hier ist der einfache Leitfaden, um das Firmennetzwerk richtig zu verkabeln.
Welche Kabelkategorie?
Die Kategorie bestimmt die unterstützte Geschwindigkeit und Frequenz:
- Cat5e: 1 Gbps, heute das Minimum.
- Cat6: 1 Gbps (bis zu 10 Gbps auf kurzen Strecken), die beste Standardwahl.
- Cat6a: 10 Gbps auf 100 m, für leistungsstarke Netzwerke.
- Cat7 / Cat8: spezielle Anwendungen und Rechenzentren.
Die detaillierte Tabelle (Geschwindigkeit, Frequenz, Distanz) finden Sie in unserer RJ45-Verkabelungsreferenz.
Geschirmt (STP) oder ungeschirmt (UTP)?
UTP (ungeschirmt) reicht für die meisten Inneninstallationen aus. Bevorzugen Sie STP/FTP (geschirmt) in der Nähe von elektrischen Quellen, in industriellen Umgebungen oder im Außenbereich, um Störungen zu minimieren.
Welche Länge?
Die goldene Regel für Ethernet: maximal 100 Meter pro Kupferverbindung. Darüber hinaus verschlechtert sich das Signal; dann sollte auf Glasfaser und SFP-Module umgestellt werden.
Kabel und PoE
PoE (Stromversorgung über das Kabel) funktioniert über Kupfer: mindestens Cat5e, besser Cat6 für mehr Sicherheit. Siehe unseren PoE-Budgetrechner.
Gerades oder gekreuztes Kabel?
Zum Verbinden eines Geräts mit einem Switch verwendet man ein gerades Kabel. Gekreuzte Kabel sind heute dank Auto-MDI/MDIX fast überflüssig. Details in unserer RJ45-Referenz.
FAQ: Netzwerkkabel
Cat6 oder Cat6a?
Cat6 reicht für Gigabit. Wechseln Sie zu Cat6a, wenn Sie 10 Gbps auf 100 Metern erreichen wollen.
Was ist die maximale Länge?
100 Meter bei Kupferkabeln. Darüber hinaus wird Glasfaser verwendet.
Beeinflusst das Kabel die tatsächliche Geschwindigkeit?
Ja: Ein Kabel mit zu niedriger Kategorie oder zu langer Länge begrenzt die Geschwindigkeit. Aber auch der Switch und die Netzwerkkarten sind entscheidend.
Für Hardware stöbern Sie in unseren Netzwerk-Switches und SFP-Modulen und lesen Sie unseren Ethernet-Switch-Leitfaden.
